Eingelegter Pak Choi

Weil Fermentieren so vielseitig ist, haben wir gleich ein zweites Rezept für euch vorbereitet.

Der eingelegte Pak Choi unterscheidet sich vom Kimchi durch eine kürzere Fermentationszeit und der Beigabe von Zucker, um die Säure etwas zu regulieren.

Lässt sich super vorbereiten und dann mit einer Schale Reis genießen. Schnelle Küche für zwischendurch!

Zubereitung

Den gewaschenen Pak Choi und den Stangensellerie schneiden wir in grobe Stücke und lassen ihn mit dem Salz in einer Schüssel ziehen.


Für die Marinade die Chilis fein hacken und den Knoblauch pressen und mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Nach etwa einer halben Stunde geben wir das aus dem Pak Choi ausgetretene Wasser zur Marinade dazu. Den Pak Choi lassen wir dann noch eine weitere halbe Stunde stehen.

Nun vermischen wir die Marinade mit Pak Choi und Sellerie und kneten alles gut durch. Dann geben wir alles in ein steriles Glas und drücken die Pak Choi Stücke fest nach unten, so dass ihn die Flüssigkeit gut bedeckt. Bei in Flüsstigkeiten Eingelegtem rühren wir täglich einmal um und drücken danach alles wieder gut nach unten. Je nach gewünschtem Säuregrad lassen wir ihn für 3 bis maximal 5 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren. Danach ist er essfertig, was übrig bleibt geben wir in den Kühlschrank. Der eingelegte Pak Choi hält sich im Kühlschrank mehrere Monate.

Zu Tisch bitte!

In einer kleinen Schüssel anrichten, vorher gut umrühren um alle Geschmäcker zu vermischen!

Der eingelegte Pak Choi war auch eine unserer Beilagen bei unserem japanischen Bento. Das weiter oben erwähnte Kimchi-Rezept findet ihr übrigens hier.

Zutatenliste

Pak Choi, 3-4 Stück je nach Größe
Stangensellerie, 1/2 Stange
Knoblauch, 3 Zehen
Chilis, 2 Stück
dunkle Sojasauce, 1 EL
Sesamöl, 1 EL
Sesam geröstet, 2 EL
Zucker, 1 EL
Reisessig, 1 TL
Salz, 2EL
Es gilt wie immer „GAUMEN mal PI

MusikTIPP

LIVE IN BELGRADE
Boban Markovic Orkestar, 2002

Da unsere Begleitmusik nicht zwangsläufig zu den Gerichten passen muss, kann man auch getrost Boban Markovic während des Fermentierens hören. Lediglich unseren Qualitätsansprüchen muss die Musik Genüge tun – so wie die Zutaten! Und das tut der sogenannte Balkan Brass auf jeden Fall!

Zusätzliche Gedanken

Vielfalt der Fermentation

Im Vergleich zu unserem Kimchi fermentieren wir hier kürzer, dafür aber wärmer. Der Zucker sorgt geschmacklich für einen Ausgleich zur Säure. Man könnte aber selbstverstädnlich auch Pak Choi für ein Kimchi verwenden und Grün- oder Chinakohl für dieses Rezept. Das ist das Schöne am Fermentieren – eigentlich geht alles mit allem. Und gerade in der Winterzeit lässt sich unser regionales, saisonales Gemüse mt wenigen exotischen Zutaten zu neuen Geschmackserlebnissen veredeln.

Danke Tim Anderson

Dieses Gericht wurde durch das Kochbuch „JapanEasy“ von Tim Anderson inspiriert. Allen, die sich ein wenig an der japanischen Küche probieren möchten, seien seine Bücher ans Herz gelegt. Neben schnellen und einfachen Rezepten beschreibt er viele Hintergründe und räumt mit diversen Mythen auf, zB dass man Reis nicht aufwärmen darf. Bei uns gibt’s jedenfalls viel mehr Japanisches seit wir seine Bücher kennen.