Immer weiter, immer Weiter!

Es ist wieder viel weitergegangen am Projekt „Hühnerstall 2.0“!
Die Hütte ist außen bereits komplett eingeschalt, das Dach ist auch drauf. Nun geht es schon um die Details, die auch richtig Spaß machen – Fenster, Türen, Dämmung, Innenverschalung, Strom- und Lichtanschlüsse! Hier berichten wir euch wie es uns dabei gegangen ist!
Wie bereits in Teil 1 beschrieben, steht unsere Hütte schon ganz gut da! Die anstrengenden Tätigkeiten sind eigentlich erledigt, jetzt geht’s mit den leichteren und lustigeren Details weiter. Zu allererst haben wir an der Außenseite der Fenster kleine Leisten angebracht, die leicht nach außen überstehen. Diese Leisten halten nachher das Fensterglas nach außen hin. Die Fensterscheiben haben wir dann auch gleich besorgt und eingesetzt. Diese haben wir auch innen wieder mit kleinen Leisten festgeschraubt, es sind also fixe Verglasungen, die Fenster können wir nicht öffnen. Das ist aber auch nicht notwendig, da wir zusätzlich zur kleinen Hühnertür unten, im oberen Bereich auch ein vergittertes Lüftungsloch eingebaut haben. Dieses wird in den kalten Wintermonaten dann mit einer Styroporplatte abgedichtet um Zugluft, die die Hühner gar nicht mögen, zu vermeiden.


Bleiben wir gleich beim Styropor. Die vier Wände sowie das Dach des Stalls haben wir mit 60mm dicken Styroporplatten gedämmt. Das einzige leider nicht besonders ökologische Baumaterial, dass wir verwenden. Vor allem das Zuschneiden der Platten ohne entsprechende Styropor-Schneidegerätschaften verursacht leider viel feinen Styropormüll, tausende kleine aufgeladene Kügelchen die überall kleben bleiben. Hier haben wir unseren alten Staubsauger, den „Kellersauger“, geholt und nach jedem Schnitt gleich alles weggesaugt. Das hat super geklappt.


Nachdem die Dämmung drinnen war, ging’s auch gleich mit den OSB-Platten weiter, für die wir uns als Innenverschalung entschieden haben. Diese sind auch mit Nut und Feder ausgestattet und lassen sich schnell und problemlos verlegen. Hier möchte ich nicht verschweigen, dass ich beim Verlegen fast vergessen hätte die Hühnertür innen auch auszuschneiden, bin dann aber noch rechtzeitig drauf gekommen!


Dann war die Türe für den Stall dran, diese ist etwas dünner als die Wände (4×4 Staffeln) und wir später noch mit 30mm Styropor gedämmt. Eigentlich wollten wir sie innen auch mit den OSB-Platten verschalen, allerdings hatten wir das Gefühl, dass die Türe dann zu schwer für die Scharniere werden könnte. Hier werden wir noch Sperrholzplatten organisieren, um sie innen noch entsprechend zu schalen.


Das Schalen und abdichten ist sehr wichtig, damit sich keine Mäuse in den Wänden einnisten können. Und Mäuse haben alle Hühnerhalter*innen, da führt kein Weg daran vorbei. Deshalb haben wir am Boden an allen Wänden noch extra Bretter angebracht und diese Hohlräume mit Schotter gefüllt. Da kann jetzt keine Maus mehr rein.


Zu guter Letzt mussten wir noch unsere Stromversorgung herstellen. Hierfür haben wir bereits knapp 30 Meter Stromleitung vom alten Stall zum neuen Stall verlegt. Nun wurde diese Leitung aufgesplittet, um jeweils im Stall und im Nebenraum eine Steckdose und einen Lichtschalter sowie eine Lampe anzubringen. Soweit so gut, ich durfte schon in jungen Jahren mit an Stromleitungen arbeiten und kenne mich dahin gehend genügend aus, um das fachgemäß machen zu können.


Doch dann kam wieder das leidige Thema Lichtschalter. Es sind eigentlich alle handelsüblichen Lichtschalter, Unter- wie auch Aufputz, als Wechselschalter ausgelegt. Soll heißen, dass man zwei Schalter montieren kann und mit beiden eine Lichtquelle ein- bzw. ausschalten kann. Will man sie nur als „normalen“ Lichtschalter einsetzen, muss man sie auch entsprechend anschließen. Das ist etwas, dass mir schon mehrmals gelungen ist, wobei ich immer vergesse wie es funktioniert. Ich hab also wiedermal einfach drauflosgelegt und die Sicherung ist etliche Male geflogen. Irgendwann war’s mir dann zu blöd und ich hab in einen bereits funktionieren Schalter mal reingeguckt und sofort war mir wieder klar, wie man die Drähte verbinden muss.
Damit ich es mir dieses Mal vielleicht auch merke, beschreibe ich es hier noch schnell: Die zuleitende Phase geht auf den Phasenanschluß, die ableitende auf einen der beiden anderen Anschlüsse (egal auf welchen, kann nur sein, dass der Lichtschalter dann in die falsche Richtung zeigt, muss man probieren oder das Innenmodul des Schalters um 180° drehen). Und jetzt kommt’s, der Nullleiter und die Erdung werden daneben mit einer Lusterklemme verbunden. So, wäre das auch geschafft! Dann noch die Leitung für die Glühbirne verlegen und fertig ist die Stromzufuhr.


Soweit, so gut! Ein paar Kleinigkeiten stehen jetzt noch an – das kleine Lüftungsfenster muss rundherum noch entsprechend verkleidet werden und die automatische Hühnertüre müssen wir auch noch montieren. Zudem werden wir alle Spalten in der Innenverschalung noch mit Holzkitt ausstreichen und danach die Decke sowie die vier Wände mit Sumpfkalk streichen, um bereits im Vorhinein den Milben keine Chance zu geben. Und dann ist der neue Stall bezugsfertig – mehr davon bald in „Der Hühnerstall – Teil 3“!
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