Topfen-Dinkelvollkorn-Brot

Selbstgebacken schmeckts gleich doppelt besser und die Küche duftet auch noch herrlich!

Dieses knusprige Brot ist dank Vollkorn, Samen und Topfen die perfekte nahrhafte Alternative zu nahezu jedem gekauften Brot.

Wir machen auch gleich zwei fette Laibe – eins für jetzt und eins für später!

Zubereitung

Zu Beginn rösten wir die Sonnenblumenkerne und die Leinsamen in einer Pfanne an. Danach können wir alle Zutaten, bis auf Topfen und Wasser, bereits in eine große Mixschüssel geben und sie mit einem Löffel oder den Knethaken gut durchmischen.

Dann geben wir den Topfen und das warme Wasser dazu und kneten alles mit dem Handmixer für etwa 10 Minuten durch. Es soll sich ein homogener Teig ergeben, der gegen Ende nicht mehr an den Schüsselrändern haften bleibt, sondern sich leicht wieder Richtung Mitte ziehen lässt. Am besten prüft ihr zwischendurch auch mit einer Teigspachtel, ob sich noch loses Mehl am Schüsselboden gesammelt hat. Wir drehen und kippen die Schüssel immer wieder mal beim Mixen, um möglichst alles gut zu vermengen. Die Schüssel decken wir dann mit einem Geschirrtuch ab und lassen den Teig 2 Stunden gehen.

Nach Ende der Gehzeit sollte sich das Geschirrtuch bereits nach oben wölben – der Teig will nämlich schon heraus! Die Arbeitsfläche bemehlen wir mit reichlich Semola und kippen den Teig aus der Schüssel. Die Oberfläche des Teigs bestreuen wir auch mit Semola. Nun teilen wir den Teig in zwei etwa gleich große Teile – was so gut wie nie gelingt – ein Laib wird immer größer, der andere kleiner. Unser Unique Selling Point quasi und hier auch endlich fotografisch dokumentert. Die beiden Teighälften formen wir nun zu zwei länglichen Laiben und geben sie auf ein Backblech. Klassisches Backpapier oder wiederverwendbare Backmatte bitte nicht vergessen!

Mit einem Messer schneiden wir dann diagonal noch mehrere Schlitze in die Laibe, decken sie wieder mit einem Geschirrtuch ab und lassen sie nochmals 30 Minuten gehen. Jetzt wachsen sie noch in die Breite. Das Backrohr auf 240°C vorheizen – wir verwenden unsere Klimagarfunktion, wenn ihr keine habt, empfehlen wir mit Umluft zu arbeiten und eine Schüssel mit Wasser mit hineinzustellen.

Das Blech kommt nun ins Backrohr und wir backen das Brot 10 Minuten lang bei 240°C, danach schalten wir auf 200°C zurück und backen es weitere 20 Minuten. Beim Herausnhmen am besten eine kurze Klopfprobe machen – klingt das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl, dann ist es fertig gebacken. Die Laibe am besten auf einem Backgitter auskühlen lassen, damit sich darunter kein Kondensat sammeln kann.

Wir lagern unser fertiges Topfen-Dinklevollkorn-Brot immer in einem alten 5kg-Mehlsack aus Papier. So bleibt es in etwa drei Tage frisch. Ab dem zweiten Tag toasten wir die Brotscheiben vor dem Genuss gerne kurz an. Einen Teil frieren wir am Herstellungstag gleich in Scheiben geschnitten ein, so können wir es portionsweise schnell auftauen und uns jederzeit an einem saftigen, knusprigen Brot laben!

Zu Tisch bitte!

Frisches Brot verkosten – jedesmal das absolut Genialste! Gerade mal ein wenig ausgekühlt und schon angeschnitten! Herzhaft fluffige Konsistenz und oben drauf selbstgemachter Joghurtkäse – das ist unser Reichtum!

Zutatenliste

Dinkelmehl Typ 630, 500g
Dinkelvollkornmehl, 500g
Topfen, 250g
Sonnenblumenkerne, 50g
Leinsamen, 10g
Backmalz, 20g
Brotgewürz, 5g
Trockenhefe, 7g
Salz, 25g
warmes Wasser, 580g (58% Hydration)
Semola, zum Formen der Laibe

MusikTIPP

CHILDHOOD HOME
Ben & Ellen Harper, 2014

Passend zum Titel des ersten Tracks dieses gemütlichen Folk-Country-Albums – A House is a Home – lassen wir den Duft von frisch gebackenem Brot durch alle Räume ziehen.

Zusätzliche Gedanken

Hydration, Gehzeit und Hefe

Durch entsprechende Hydration – in unserem Fall 58% – und Gehzeit benötigen wir nur wenig Hefe. Ihr könnt natürlich auch frische Hefe verwenden, das wäre dann ein halber Würfel. Da wir zwar oft aber meist sehr unregelmäßig backen haben wir schon länger auf Trockenhefe umgestellt. Somit sind wir immer für eine Backeinheit gerüstet – oder so wie letztes Wochenende auf drei hintereinander!

Backmalz und Brotgewürz

Für Backmalz wird zumeist Gerste in leicht feuchtem Zustand zum Keimen gebracht, danach getrocknet und gemahlen. Es gibt dem Brot nicht nur den klassischen Brotgeschmack, sondern ersetzt uns auch den Zucker, den wir sonst bei Hefeteigen beigeben. Backmalz unterstützt die Hefe ideal beim Aufgehen. Brotgewürz könnt ihr je nach Geschmack beimengen oder auch nicht. Wir verwenden meistens nur eine kleine Menge, um keinen zu intensiven Geschmack nach Gewürzen zu erhalten.

Flaumig, nahrhaft und sättigend

Oft schmeckt ja das „gesunde“ Brot ein bisschen langweilig und das leckere, luftgefüllte Weißbrot gibt irgendwie nicht wirklich aus… Kennt ihr sicher alle. Dieses Dilemma haben wir mit diesem wunderbaren Brot nun überwunden! Durch die Kombination aus Topfen, Vollkornmehl und die Samenmischung ist das Brot äußerst nahrhaft, kombiniert Ballaststoffe mit Proteinen und macht wirklich gut satt. Das ganze bei einer sehr luftig-flaumigen Konsistenz. Definitiv unser Signature-Brot!