Papas Arrugadas

Papas Arrugadas heißt auf Deutsch in etwa „runzelige Kartoffeln“. So sehen sie auch aus, ein wenig geschrumpelt, faltig und von einer feinen Salzschicht überzogen.

Diese spezielle Art der Kartoffelzubereitung hat eine lange Geschichte und ist ein fixer Bestandteil der kanarischen Küche.

In unseren Breiten sind sie jedenfalls mal eine gelungene Abwechslung.

Zubereitung

Für Papas Arrugadas benötigt ihr mehlige Kartoffel, die möglichst klein sein sollten. Je kleiner die Kartoffel, desto mehr Oberfläche steht für die Salzkruste zu Verfügung.

Wir nehmen zur Zubereitung einen Topf mit möglichst großem Bodendurchmesser. Wir haben hier einen 6l-Topf mit einem Bodendurchmesser von ca. 22cm. Nun schlichten wir die kleinen Kartoffel in den Topf. Alle Kartoffel sollen nebeneinander und nicht übereinander liegen. Schichtet einfach so viele Kartoffel in den Topf wie Platz haben, das sind bei unserem Topf meist so um die 700g.

Für unser „Meerwasser“ mischen wir nun 18,5 Gramm Salz mit 750 Milliliter Leitungswasser, das ergibt einen Satzgehalt von ca. 2,5%, was in etwa dem durchschnittlichen Salzgehalt der Ozeane entspricht.

Diese Mischung gießen wir nun in den Topf und die Kartoffel sind jetzt alle knapp vom Wasser bedeckt. Nun kochen wir das Wasser auf und schalten dann gleich auf mittlere Hitze zurück, damit die Kartoffel langsam garen können.

Wir verwenden beim weiteren Garen keinen Deckel, da das gesamte Wasser über die Kochzeit ausgekocht wird. Das dauert in etwa 35-45 Minuten. Ist das ganze Wasser verkocht schalten den Herd aus und lassen die Kartoffeln auf der noch heißen Platte ziehen. Nun bildet sich automatisch die typische Salzkruste auf den Kartoffeln.

Zu Tisch bitte!

Wir servieren diese Kartoffel gerne als Beilage zu einem knusprig gebratenen Fisch. Sie passen aber auch sehr gut zu gegrilltem Gemüse. Bei beidem sollte dann aber ein Mojo Rojo auch nicht fehlen. Und wie ihr das zubereitet, findet ihr hier,

Zutatenliste

Kartoffel mehlig, ca. 700g
Wasser, 750ml
Salz, 18,5g
Es gilt wie immer „GAUMEN mal PI

MusikTIPP

VIVA TU
Manu Chao, 2024

Lange haben wir auf das neue Album von Manu Chao gewartet, da soll es doch gleich mal bei diesem kanarischen Rezept zum Einsatz kommen. Sitzt wie angegossen!

Zusätzliche Gedanken

Meerwasser

Kennengelernt haben wir die Papas Arrugadas auf den Kanarischen Inseln, wo sie fester Bestandteil vieler Gerichte sind. Ursprünglich wurden die Kartoffel direkt in Meerwasser gekocht. Das war vor allem auf langen Schiffsreisen sehr praktisch, da man kaum etwas anderes in Meerwasser garen kann. Die Schale der Kartoffel verhindert, dass das Salz in die Kartoffel einzieht, ansonsten wären sie versalzen und somit ungenießbar. Das ergibt auch den einzigartigen Geschmackskick. Beißt man in die Kartoffel, so ist sie zuerst sehr salzig, beim Kauen gleicht sich das allerdings wieder perfekt aus, da die Kartoffel innen lind ist. Wir haben es selbstverständlich auch schon mit richtigem Meerwasser ausprobiert – eine Empfehlung falls ihr wieder mal am Meer seid!

Die Vielfalt macht’s

Wir lieben Kartoffel als Beilage. egal ob gekocht, gebraten oder im Rohr zubereitet. Mit den Papas Arrugadas hat sich unsere Palette nun noch mal erweitert. Die knackigen, salzigen Kartoffel sind eine gelungene Abwechslung zu den altbekannten Zubereitungsarten und geben jedem Gericht ein ganz besonderen Flair. Wie mit unseren anderen Rezepten, möchten wir hier die Vielfalt in die eure Küchen bringen!