Mojo Rojo ist eine kanarische Paprikasauce, die durch ihre speziellen Zutaten einen einzigartigen Charakter aufweist. Kreuzkümmel, Weißweinessig und viel Knoblauch sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg.
Hier findet ihr unsere Interpretation – denn eines ist gewiss – DAS Mojo Rojo gibt es nicht. Es wird überall ein wenig anders zubereitet und schmeckt daher auch immer etwas anders.
VEGAN | SAUCE

Zubereitung
30min | Mittel | 1/5
Wenn die roten Paprika Saison haben, so ca. von August bis Oktober, bereiten wir die Mojos gerne frisch zu. Da sich die Sauce aber auch perfekt einfrieren lässt, machen wir meistens im Oktober auch noch eine große Menge und füllen diese dann in kleine Gläser portionsweise ab. So haben wir über den gesamten Winter genug. Hier haben wir knapp 2,5 Liter zubereitet. Die Mengenangaben haben wir für euch allerdings für 4-6 Portionen heruntergerechnet.


Wir putzen die Paprika und die Chilis und würfeln beide grob. Den Knoblauch schälen wir und halbieren die Zehen. Das geben wir nun in die Küchenmaschine und fügen Kreuzkümmel, Limetten- und Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer hinzu. In der Küchenmaschine zerkleinern und mixen wir das Ganze für etwa 2-3 Minuten. Erst danach geben wir sukzessive das Olivenöl und den Essig dazu und mixen die Masse nur noch auf langsamer Drehzahl weiter.


Die genannten Mengenangaben sind Richtwerte, vor allem wieviel Essig und Kreuzkümmel man tatsächlich benötigt, hängt sehr vom Reifegrad der Paprika ab. Das muss man immer individuell abschmecken. Der Essig soll dem Mojo Rojo jedenfalls einen guten säuerlichen Geschmack geben und auch den Kreuzkümmel soll man schmecken können. Je nach Belieben sind natürlich auch die Chilis zu dosieren, mit der angegebenen Menge erreicht man eine milde bis mittlere Schärfe. Hängt jedoch wiederum vom Reifegrad und der Sorte der Chilis ab.


Ob wir dem ganzen noch Tomatenmark zugeben oder nicht hängt wiederum von den Paprika ab. Das Mojo Rojo ist eine recht flüssige Sauce, sollte aber dennoch nicht „davonrinnen“. Je nachdem wieviel Wasser die Paprika beim Mixen lassen, geben wir Tomatenmark hinzu um das Ganze besser zu binden.
Wenn wir mit der Konsistent zufrieden sind, füllen wir die fertige Sauce in unsere vorbereiteten Gläser ab. Da wir die Gläser einfrieren, ist es nicht notwendig sie extra zu sterilisieren.
Das Pendant zum Mojo Rojo ist übrigens das Mojo Verde, da haben wir bald auch ein Rezept für euch.
Zu Tisch bitte!
Mojo Rojo wird auf den Kanaren gerne gemeinsam mit Mojo Verde und Weißbrot als Gedeck gereicht. Eine unserer Lieblingsspeisen ist gebratener Fisch, zB. Saibling oder Forelle, mit Papas Arrugadas und Mojo Rojo. Das Rezept für die kleinen runzligen Salzkartoffel findet ihr hier!

Zutatenliste
4-6 Portionen
| rote Paprika, 2-3 Stück | |
| roter Chili (zB Jalapeno). 1-2 Stück | |
| Knoblauch, halbe Knolle | |
| Zitrone, 1/2 Stück | |
| Limette, 1/2 Stück | |
| Kreuzkümmel, 5-10g | |
| Olivenöl, 30ml | |
| Weißweinessig, 20ml | |
| Tomatenmark, nach Belieben |
Zusätzliche Gedanken
Von den Kanaren bis in die KAribik
Frische Saucen aus Paprika oder Tomaten, die gerne zu Barbecue gereicht werden, gibt es auch in der Karibik bzw. in Mexico und dem Süden der Vereinigten Staaten. Auch wenn sie zum Teil etwas anders zubereitet werden, dürften sie miteinander verwandt und vielleicht von den Spanieren nach América gebracht worden sein. Der Kreuzkümmel im Mojo Rojo deutet auch auf Einflüsse aus der nordafrikanischen Küche hin. Gerne wird auf den Kanaren auch etwas Safran beigemischt. Traditionell wird Mojo immer in einem Mörser verarbeitet, was der Sauce eine andere Konsistenz und Viskosität verleiht, als wenn wir die Zutaten durch eine Küchenmaschine jagen. Also wenn ihr mal mehr Zeit habt, dann probiert es aus!
Freude im Winter
Da es sich um eine frische Sauce handelt, die nicht aufgekocht wird, müssen wir sie zum Haltbarmachen einfrieren. Es zahlt sich aber wirklich aus das eine oder andere Glas im Tiefkühler zu haben und sich so manchen tristen Wintertag damit zu verschönern.
