Veggie-Lasagne mit Spargel

Wir verstehen Garfield voll – Lasagne ist und bleibt ein Wohlfühl-Essen. Egal ob an kalten Wintertagen oder an lauen Sommerabenden.

Dass sie nicht unbedingt mit Fleisch zubereitet werden muss, wollen wir hier mal wieder in Erinnerung rufen.

Zudem kann man jetzt in der Spargelzeit die Bechamel-Sauce nochmal so richtig aufwerten. Und dabei auch die Spargelabfälle zum Einsatz bringen.

Zubereitung

Am besten zu aller erst gleich mal die Linsen kochen, die brauchen so 20-30 Minuten. Und auch gleich den Spargel am unteren Ende, an seiner Sollbruchstelle, abbrechen. Das Gemüse putzen wir, die Abfälle davon und die Spargelstrünke bringen wir in einem Topf mit etwa einem Liter Wasser zum Kochen. Somit kochen bereits die Linsen und der Spargelfond und wir haben Zeit für den Rest.

Die Karotten, den Zwiebel und Knoblauch hacken wir in der Zwischenzeit in möglichst kleine Würfel. Dann rösten wir das Gemüse in einer großen Pfanne in Öl an. Die Majoranblätter von den Stängeln trennen, fein rebeln und auch kurz mitrösten. Danach löschen wir mit einem guten Schluck Rotwein ab.

Wenn die Linsen durch sind, sollte auch der Fond lange genug gekocht haben. Wir gießen ihn durch ein Sieb in einen anderen Topf und reduzieren ihn nochmals auf ca. 500ml.

Die gekochten Linsen mischen wir nun unter das Gemüse und geben die Tomatensauce dazu. Das ganze darf jetzt noch auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Der perfekte Zeitpunkt die Pasta zu machen, unser Basis-Rezept gibt’s hier.

Während der Nudelteig rastet, machen wir uns an die Spargel-Bechamel. Den Spargel in feine Räder schneiden, die Spitzen fürs spätere Garnieren aufheben. Die Butter erwärmen wir bei geringer Hitze und geben dann das Mehl dazu und rühren alles mit einem Schneebesen durch. Nun in kleinen Schlucken den Spargelfond dazugeben und alles glattrühren. Zum Schluss den geriebenen Käse und die Spargelstückchen unterheben und ziehen lassen.

Eine große Auflaufform einfetten und etwas von der Tomaten-Linsen-Sauce hineingeben. Nun eine Schicht Nudelblätter darauf legen und wieder mit Tomaten-Linsen-Sauce bedecken, dann von der Spargel-Bechamel drauf geben und so weiter und so fort, bis alles aufgebraucht ist – klassisches Lasagne-Business… Guter Zeitpunkt auch, um nebenbei mal das Backrohr auf 180°C Ober/Unterhitze aufzuheizen!

Nun bedecken wir unser Werk noch mit einer mitteldicken Schicht Käse, hier haben wir einen 3 Monate gereiften Kuhmilch-Schnittkäse, und Nutzen die Spargelspitzen zum abschließenden Verzieren. Muss natürlich nicht so kitschig sein wie bei uns, denn dass Liebe drinsteckt schmeckt man ja ohnehin.

Ab ins Rohr, für 30 Minuten bei 180°C, dann für weitere 15 Minuten auf 220°C aufdrehen und fertig ist der pikante Schichtkuchen!

Zu Tisch bitte!

Am besten ihr viertelt die Lasagne jetzt und richtet einen riesigen, dampfenden Keil je Teller an. Und dann werden wir sehen, ob sich jemand was für später aufhebt oder ob gleich alles ratzeputz aufgegessen wird. Bei uns ist es meistens Zweiteres!

Zutatenliste

Am besten ihr verwendet dafür unser Nudelteig-Basisrezept! Ansonsten zwei bis drei Packungen fertige Lasagne-Blätter.

Spargel, 250g
Spargel-Fond, 500ml
Butter, 60g
Mehl, 60g
Hartkäse, 40g
Linsen, 200g
Zwiebel, 3-4 Stück
Karotten, 3 Stück
junger Knoblauch, 2 Stangen
Tomatensauce, 500ml
Majoran, 2 Handvoll
Rotwein, nach Belieben
Es gilt wie immer „GAUMEN mal PI

MusikTIPP

POLAR
Grand Hotel Schilling, 2024

Es ist jetzt mal an der Zeit das neue Album von Grand Hotel Schilling hier vorzustellen. Geiler Indie-Sound aus Graz meine Lieben! Der Schurl von Grand Hotel Schilling ist nämlich auch Fotograf, soll heißen man kennt sich ;-]
Würde auch empfehlen in das vorherige Album reinzuhören!

Zusätzliche Infos

Nudelteig

Frisch gemachte Lasagne-Blätter sind der wahre Game-Changer bei diesem Rezept. Sicherlich gelingt es auch mit den fertigen Blättern, aber die Feuchtigkeit, die in der frischen Pasta ist, macht das Ganze in Summe nochmal viel geschmeidiger. Zum einen braucht die frische Pasta weniger Flüssigkeit aus den Saucen um durchzugaren, zum anderen sinken die einzelnen Schichten noch besser ineinander. Zu zweit braucht man auch nicht viel mehr Zeit, wenn einer die Pasta ausrollt und die andere die Schichtung übernimmt. Wir machen jedenfalls nie mehr Lasagne ohne frische Pasta, so viel sei verraten!

AUCH VEGAN

Da wir auf die Milch in der Bechamel verzichten, sind wir dem veganen Kocherlebnis schon näher gekommen. Die Butter könnt ihr ganz leicht durch Öl ersetzen. Wie ihr dann mit dem Käse tut, ist wiederum eine andere Geschichte. Wir haben noch keine befriedigende Alternative gefunden, deshalb bleibt unsere Lasagne ein vegetarisches Gericht. Vor allem, weil wir da schon wieder schnell bei hochverarbeiteten, problematischen Ersatzprodukten sind – Stichwort Cashew-Kerne. Guter Käse aus einer Handwerkskäserei ist und bleibt die beste Variante!

Ablöschen bitte!

Wir schreiben immer gerne „mit einem guten Schluck“ ablöschen. Aber wieviel ist denn jetzt so ein „guter Schluck“? Wir geben zu, dass die Meinungen hier auseinandergehen, aber unter einem Achtel Wein löschen wir nicht ab. Eher zwischen eine Achtel und einem Viertel. Gerade bei der Tomatensauce kann man mit Hilfe des Weins die Säure der Tomaten sehr gut ausgleichen.
Und eines ist auch noch wichtig: Nehmt immer einen guten Wein! Natürlich keinen richtig edlen Tropfen, um den wär’s dann doch schade, aber jedenfalls keine Billigware. Außer ihr habt noch einen schlechten offen und der muss weg.