Kohlrabi ist ein vielseitig verwendbares Gemüse, wird jedoch oft unterschätzt. Deshalb machen wir ihn heute mal zum Hauptdarsteller!
Mit den Kohlrabi-Schnitzerl und der dazu passenden Sauce zaubern wir euch heute ein leckeres, vegetarisches Gericht, begleitet von feinen Kartoffel-Wedges und einem frischen Radieschen-Dip.
VEGETARISCH | HAUPTspeise

Zubereitung
90min | Mittel | 0/5
Die Kohlrabi schälen wir und schneiden sie dann in circa 1cm dicke Scheiben. Die Anschnitte würfeln wir fein, die verwenden wir später für die Sauce. Die einzelnen Scheiben schneiden wir dann mit Hilfe zweier Essensstäbchen auf beiden Seiten ein.


Beim Umdrehen der Scheiben drehen wir diese auch um etwa 45°, um die Einschnitte auf der anderen Seite in eine andere Richtung zu machen. Nun marinieren wir die Scheiben in Olivenöl und dunkler Soja-Sauce für ca. 10 Minuten.


Die Kartoffel schneiden wir längs in Achtelstücke. Die kommen ohne irgendwas aufs Backblech – ja wirklich, auch ohne Öl oder Salz. Das Backrohr heizen wir auf 200°C Umluft vor. Auf ein zweites Blech legen wir nun unsere marinierten Kohlrabi-Scheiben. Die restliche Marinade, die in der Schüssel verbleibt, heben wir für die Sauce auf.
Beide Bleche geben wir nun ins Rohr. Nach 20 Minuten wenden wir die Kohlrabi-Scheiben und bestreichen sie nochmal mit der Marinade, die sich am Blech befindet. Wir haben zuerst die Kartoffel in der oberen Schiene und die Kohlrabi darunter, diese tauschen wir dann für die restlichen 2o Minuten.


Die Jungzwiebel und den Knoblauch putzen wir, einen Teil davon verwenden wir für den Sauerrahm-Dip, den anderen für die Sauce. Die Radieschen in feine Streifen schneiden und mit einem Teil der Jungzwiebel und des Knoblauchs in eine Schüssel geben. Den Sauerrahm beigeben, gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Für die Kohlrabi-Sauce rösten wir nun die Kohlrabiwürfel, den Jungzwiebel und Knoblauch in reichlich Öl an und geben die Sonnenblumenkerne dazu. Ist alles schön goldig-gelb geröstet löschen wir die Sauce mit der restlichen Marinade und einem Schuss Wasser ab.


Wir mischen jetzt noch Salz mit einem guten Schuss Olivenöl und bestreichen die fertigen Kartoffel-Wedges damit und lassen diese noch ein wenig ziehen. Wir machen unsere Wedges schon seit langem auf diese Art und sind immer wieder begeistert, wie knusprig sie werden!


Der Kohlrabi ist nun auch perfekt gegart und hat durch die Einschnitte eine schöne Struktur erhalten. Er ist oberflächlich knusprig und durch das lange Garen im Rohr konnten wir den süßlichen Geschmack verstärken.


Zu Tisch bitte!
Die Kartoffel-Wedges auf einen Teller geben. Dann richten wir drei Kohrabi-Schnitzerl dazu an und garnieren sie mit der Sauce. Den Dip reichen wir in einem kleinen Schlüsselchen. Wir hatten noch ein bisschen Karottenkraut übrig für ein zusätzliches Grün.

Zutatenliste
4 Personen
| Kohlrabi, 2 Stück, recht groß | |
| Frühlingszwiebel, 3-4 Stück | |
| junger Knoblauch, 1 Stange | |
| Radieschen, 1 Bund | |
| Kartoffel, 1kg, festkochend | |
| Sauerrahm, 250g | |
| Sonnenblumenkerne, 2 EL | |
| dunkle (reduzierte) Soja-Sauce |
Zusätzliche Gedanken
Wiederverwendbare Backfolie
Wie ihr seht haben wir für unsere Kartoffel eine wiederverwendbare Backfolie verwendet. Mit dieser Folie haben wir schon so einige Bögen Backpapier gespart. Wobei wir sie zumeist nur verwenden, wenn wir mit wenig bis gar keinem Öl arbeiten, da der Reinigungsprozess später sonst sehr aufwändig wird und viele Ressourcen wie heißes Wasser und Spülmittel benötigt werden. Vor allem bei zuckerhältigen Marianden. Wiederverwendbare Tools sind schon fein, aber man sollte immer abwägen, wie viel Aufwand die Reinigung benötigt und ob das in Relation steht.
Steak, Schnitzel oder Scheiben
Steak wollen wir unseren Kohlrabi nicht nennen, da ein Steak etwas kurz Gebratenes ist und wir die Kohlrabi ja länger schmoren. Schnitzerl passt da schon eher, wobei es sich schlicht und ergreifend einfach um Kohlrabi-Scheiben handelt. Muss Gemüse unbedingt an Fleisch erinnern? Darf es das überhaupt? Da gehen die Meinungen wie wir alle wissen ja weit auseinander. Also am besten ihr nennt das Gericht wie ihr möchtet, dem Kohlrabi ist es nämlich total egal und uns auch.
Dunkle Soja-Sauce
Wir verwenden hier dunkle, also reduzierte Sojasauce. Diese ist gerade für Marinaden ideal, da sie bei intensiverem Geschmack weniger Flüssigkeit aufweist. Wir wollen ja nicht, dass unsere Scheiben im Rohr davonschwimmen. Es empfiehlt sich jedenfalls immer helle und dunkle Soja-Sauce vorrätig zu haben.
