Unser winterliches Wurzelgemüse ist grundsätzlich wie geschaffen für die asiatische Küche. Durch die Zugabe von ein paar wenigen exotischen Zutaten, können wir im Winter das Wurzelgemüse so richtig aufpeppen.
Wer also schon genug Krautfleckerl gegessen hat, sollte mal diese Krautpfanne ausprobieren.
Als zusätzliches Goodie haben wir uns heute für steirische Kräuterseitlinge entschieden. Geht aber auch gut ohne.
Vegan | Hauptspeise

Zubereitung
45min | Mittel | 1/5
Wir haben dieses Rezept mit Cashewkernen für euch vorbereitet und sind im Zuge der Produktion auf die schwierigen Erntebedingungen aufmerksam geworden. Deshalb haben wir sie in der Zutatenliste bereits durch Erdnüsse ersetzt.
Details dazu findet ihr ganz unten bei unseren zusätzlichen Infos.


Das Kraut schneiden wir möglichst fein, die Karotten im Julienne-Schnitt. Diese dritteln wir dann nochmals, um möglichst kurze Stücke zu erhalten. Die Schalotten und den Lauch in feine Halbringe schneiden und die Knoblauchstängel in kleine Räder. Von den Kräuterseitlingen lösen wir die Kappen von den Stängeln und schneiden beides blättrig. Beim Koriander trennen wir die Blätter von den Stängeln. Diese hacken wir fein, da wir sie mitrösten werden.


Die Cashewkerne Erdnüsse zerstoßen wir grob in einem Mörser und rösten sie in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze an. Jetzt geht’s auch schon ans Braten, also raus mit dem Wok! Wir starten mit Kraut und Karotten, nach 5 Minuten geben wir Zwiebel und Knoblauch- und Korianderstängel dazu.


Nach weiteren 5 Minuten dann auch den Lauch und die Kräuterseitlinge, sowie unsere Asia-Basis-Sauce und die gerösteten Cashewkerne Erdnüsse. Die Reisnudeln laut Angabe auf der Verpackung zubereiten und derweilen die Korianderblätter grob hacken.


Zu Tisch bitte!
Die Reisnudeln als erstes in einen Pastateller geben und die Gemüsesauce darüber verteilen. Dann geben wir noch kräftig Koriander und geröstete Sesammischung drauf. Stäbchen nicht vergessen – Guten Appetit!

Zutatenliste
4 Personen
| Weißkraut, 1 Kopf, ca. 500g | |
| Karotte, 1 Stk. | |
| Lauch, 1 Stange | |
| Schalotten, 6 Stk. | |
| chin. Knoblauchstängel, 5-6 Stk. | |
| Koriander, 1 Bund | |
| Asia-Basis-Sauce, ca. 100ml | |
| Kräuterseitlinge, 200g, optional |
MusikTIPP
ALBUM
CHINOISERIES
Onra, 2008
CHINOISERIES ist das erste von drei Alben, das traditionelle chinesische Melodien und Lieder mit westlichen Beats mixt. Onra ist Franzose, man könnte seine Musik also irgendwie als angelehnt an die Zeiten Indochinas bezeichnen. Checkt auch die beiden weiteren Alben aus, wobei, wie so oft, ist das Erste auch das Beste!
Zusätzliche Infos
Erdnuss statt Cashew
Im Zuge der Erstellung des Rezepts haben wir uns mit der Ernte und Verarbeitung der Cashewkerne näher beschäftigt. In der Schale ist ein giftiges Öl (Cardol) enthalten, das den Erntehelferinnen (wir verzichten hier aufs Gendern, denn so viele Männer sind da nämlich nicht beteiligt) auf Dauer die Fingerkuppen verätzt, da entsprechende Schutzmaßnahmen wie Handschuhe zumeist nicht zu Verfügung stehen. Das haben wir leider bisher nicht gewusst.
Dennoch wollten wir das Rezept nicht mehr abändern, denn man muss auch dazu stehen, dass man etwas nicht gewusst hat. Jetzt wissen wir Bescheid und haben beschlossen, auch wenn wir nur geringe Mengen verwendet haben, keine Cashewkerne mehr zu kaufen. Wir werden sie nunmehr mit Erdnüssen ersetzen.
Wasserbad
Unser Geheimtipp ist es, die Reisnudeln für ca. eine halbe Stunde in kaltem Wasser einzulegen. Sie werden dadurch schon weich und verlieren einen Teil ihrer Stärke. Danach kochen wir sie meist laut den Verpackungsangaben. Man kann sie aber auch gleich ungekocht unter das Gemüse mischen und braucht nur wenig Wasser um sie schnell bissfest mitzukochen bzw. zu dünsten. Probiert es einfach mal aus!
Knoblauch, mehr als nur Knolle
Während wir in Europa den Knoblauch meistens nur als Knolle verarbeiten, sind in Asien auch die frischen Stängel der Knoblauchpflanze beliebt. Sie sind weniger scharf und haben ein frisches, grasiges Aroma. Solltet ihr eigentlich in jedem Asia-Laden bekommen.
Gar (keine) Zeit
Für unsere Asia-Pfannen gilt immer dasselbe – es kommen die Zutaten immer in der Reihenfolge ihrer Garzeiten in den Wok. Somit wird alles genau so knackig wie es sein soll. Und wenn euch mal weniger Zeit fürs Vorbereiten zu Verfügung steht, könnt ihr die einzelnen Zutaten hintereinander schnippeln. Ist also doppelt g’scheit.
Verhasste Julienne
Ihr könnt die Zutaten unserer Asia-Pfannen natürlich auch mit einer Reibe oder Hobel schaben. Oder ihr habt vielleicht eine Maschine mit verschiedenen Aufsätzen fürs Zerkleinern. Wir schneiden unser Gemüse immer von Hand. Wenn man wie wir schon zig Dutzend Pfannen zubereitet hat, dann geht das ganz schnell. Schließlich macht Übung den Meister, und der Julienneschnitt ja auch Freude, spätestens dann, wenn man fertig ist.
